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Liberale diskutieren neues Leitbild

Villingen-Schwenningen

Wie geht es weiter mit der FDP? Diese Frage klären die Liberalen derzeit im Rahmen eines bundesweiten Leitbildprozesses, in den sich auch die Kreis-FDP mit ihren Ideen einbringt. Bei einem Diskussionsabend in Villingen-Schwenningen stellte der stellvertretende Vorsitzende der baden-württembergischen FDP, Hosam el Miniawy, den aktuellen Stand der Diskussion vor.

Wie geht es weiter mit der FDP? Diese Frage klären die Liberalen derzeit im Rahmen eines bundesweiten Leitbildprozesses, in den sich auch die Kreis-FDP mit ihren Ideen einbringt. Bei einem Diskussionsabend in Villingen-Schwenningen stellte der stellvertretende Vorsitzende der baden-württembergischen FDP, Hosam el Miniawy, den aktuellen Stand der Diskussion vor.
 
Wichtigster Befund: Die Marke FDP sei zwar äußerlich ramponiert, aber im Kern intakt. „Freiheit, Eigenverantwortung und wirtschaftliche Vernunft werden weiterhin mit uns verbunden“, so der 38-jährige Nürtinger. Hauptproblem seien nicht die Themen der FDP, sondern deren Vermittlung. Zu zahlenlastig, zu abstrakt und zu kühl, lautet die Analyse. Diese Defizite werde man nun gezielt anpacken und an Dreikönig 2015 eine FDP mit klarer Sprache, emotionaler Ansprache und der richtigen Auswahl an Inhalten der Öffentlichkeit vorstellen
 
Das neue Leitbild soll für diese Neuaufstellung die Grundlage bilden. In seinem Zentrum steht die Vision „Chancen ermöglichen“, von der die Liberalen konkrete Ziele ableiten. Zum Beispiel beim Thema Bildung: „Wir wollen die beste Bildung für jeden Einzelnen in unserem Land, um seine persönlichen Chancen zu nutzen und sein Potential voll auszuschöpfen, egal aus welchem Elternhaus oder Land er kommt. Dazu muss die Politik die faire Rahmenbedingungen schaffen und beim Thema Bildung Prioritäten setzen“. Wichtig sei es für die FDP bei alledem, lösungsorientiert, mutig und optimistisch aufzutreten. „Damit können wir den Turnaround schaffen“, so El Miniawy weiter.
 
Eine Zielrichtung, der bei den FDP-Mitgliedern auf große Zustimmung traf. Kreisvorsitzende Dr. Andrea Kanold betonte, Chancen ermöglichen bedeute, gerade beim Thema Vereinbarkeit von Familie und Beruf echte Wahlfreiheit und Entscheidungsmöglichkeiten zu schaffen“. Für den Vorsitzenden des FDP-Bezirksverbandes Südbaden, Dr. Marcel Klinge, steht gerade Baden-Württemberg in der Bildungspolitik im globalen Wettbewerb: „Wenn wir den Ehrgeiz haben, im internationalen Vergleich aus dem Mittelfeld nach vorn zu kommen, dann müssen wir die Latte hochlegen. Bildung ist das zentrale Thema für eine Gesellschaft, die ihren Wohlstand erhalten und jedem gerechte Aufstiegschancen bieten will. Und genau das wird eine neuaufgestellte FDP immer wieder deutlich machen.“